Geschichte des Schlosses Stekník

 vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart

 Von der Festung über das Barockschloss bis zur Rokoko-Residenz

Das Schloss Stekník, ursprünglich eine spätgotische Festung der Ritterfamilie Kaplíř aus Sulevice, seit dem Jahr 1681 barock von dem reichen Saazer Bürger Jan Jiří Kulhánek aus Klaudenstein umgebaut. Seine heutige barock Ähnlichkeit erwarb das Schloss in der 2. Hälfte  des 18. Jahrhunderts  unter Jan František Kulhánek, Freiherr aus Klaudenstein, Podpusche und Nové Sedlo, das Schloss Stekník hielt er in den Jahren 1760-1796. Seine Gemahlin Marie  Francisca aus Hohenembs war ein Mitglied des bedeutenden reichsgräflichen Geschlechts. Jan František ließ zu dem ursprünglichen Schloss  neu den südlichen Flügel  zubauen, in das Hauptgebäude im Westen wurde sekundär der Hauptsaal mit Balkon hineingesetzt  und am Schloss wurde die Kappelle Maria Heimsuchung gegründet. In der gleichen Zeit  entstand  die Terrassenaufbereitung des Schlossgartens nach dem Vorbild der barock-italienischen Gärten. Im Jahr 1796 verkaufte der Graf Jan František Kulhánek aus Klaudenstein das Schloss Stekník dem Ritter Josef Korb aus Weidenheim. Das Schloss war im Besitz des Geschlechts bis dem Jahr 1891. Danach erbte es die Familie Hennet. JUDr.  Leopold, Freiherr von Hennet verkaufte das Gut  im Jahr 1907 Friedrich Gimbel. Nach ihm erbte das Schloss Stekník der schweizerische Konsul  Gérold Déteindre, der letzte Privatbesitzer des Objektes.

Durch die erste Grundreform nach dem Entstand der ČR wurde dass Vermögen nicht viel verkleinert (es blieben 179 ha des Erdbodens). Die Nachkommen von Gérold Déteindre hielten den Großgrundbesitz Stekník bis 1945. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er aber konfisziert, der Boden parzelliert und das Schloss begann dem Hopfenforschungsinstitut in Žatec zu dienen. Später nutzte es die National Galerie Prag als Depositorium für Gemälde. Seit 1. Januar 1997 verwaltet das Schloss das National Denkmalinstitut, dessen Ziel ist das Denkmal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Video Aufnahme, die attraktive Aufnahme des Schlossareals aus der Vogelperspektive festhält, ist mit einem Vogelperspektive gedreht hier.